Wie Kant Raum für den Glauben schaffte

paulsen_friedrich2.jpgIn der Ausgabe Oktober 1975 der Zeitschrift The Ayn Rand Letter beschäftigt sich Ayn Rand in dem Aufsatz From The Horse’s Mouth (auch enthalten in dem Sammelband Philosophy: Who Needs It?) mit dem Buch Immanuel Kant: Sein Leben und seine Lehre (englisch: „Immanuel Kant: His Life and Doctrin“) des deutschen Philosophen Friedrich Paulsen (1846 – 1908). Paulsen ist ein überzeugter (wenn auch kein unbedingter) Anhänger Kants und seine Darstellung der Philosophie Kants ist so empörend für Rand, weil sie sein Buch als ein Symptom ansieht für die Zustand der Welt des 19. Jahrhundert (das Buch erschien 1898), eine Welt, die existenziell die beste war in der Geschichte des Westens, philosophisch aber die schlechteste: „Paulsen demonstriert nur, wie vollständig diese Bösartigkeit sich verbreitet hatte in der westlichen Kultur am Anbeginn des 20. Jahrhunderts.“ Read More

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Kostenkontrolle oder Gerechtigkeit

In der Präambel der amerikanischen Verfassung wird der zentrale Zweck des Staates mit den Worten beschrieben, dass „die Gerechtigkeit zu verwirklichen“ und „die Ruhe im Innern zu sichern“ sei. Dabei ist die Reihenfolge natürlich nicht beliebig, denn dass „Ruhe im Innern“ die Folge der Verwirklichung von Gerechtigkeit ist, liegt auf der Hand, aber „Ruhe im Innern“ allein verwirklicht noch keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit in Bezug auf die Bekämpfung der Kriminalität erfordert als Basis der Strafjustiz das Prinzip der Retribution, d. h. der proportionalen Bestrafung des Übeltäters. Read More